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Actionable ≠ Automation-ready

Die Grenze zwischen umsetzbaren und automatisierbaren Anforderungen bestimmt, wo menschliches Urteil enden darf und maschinelle Ausführung beginnen kann.

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Die Unterscheidung zwischen “umsetzbar” und “automatisierbar” klingt semantisch, ist aber strukturell.

Eine Anforderung gilt als umsetzbar, wenn ein kompetenter Mensch sie lesen, verstehen und in vernünftiger Zeit ausführen kann. Das erfordert klare Ziele, definierten Scope und genug Kontext für informierte Entscheidungen.

Eine Anforderung gilt als automatisierbar, wenn sie ein Sprachmodell (oder jede andere deterministische Engine) parsen, interpretieren und in ausführbare Operationen übersetzen kann – ohne menschliche Klärung oder Ermessensentscheidungen.

Die Lücke zwischen diesen beiden ist weder klein noch trivial. Sie enthält:

  • Impliziten Kontext, den Menschen als selbstverständlich voraussetzen, den Maschinen aber fehlt
  • Ermessensentscheidungen, die Urteilsvermögen statt Regeln erfordern
  • Ambiguität, die Menschen spontan auflösen, die Maschinen aber zum Stillstand bringt

Wir sehen häufig Anforderungen, die für Menschen perfekt umsetzbar sind, aber Automatisierung völlig scheitern lassen. Klassisches Beispiel:

“Füge den Login-Button hinzu, wo es Sinn macht.”

Jeder menschliche Entwickler weiß, was zu tun ist. Kein LLM kann diese Anforderung zuverlässig ohne weitere Klärung umsetzen.

Das ist der Kern unserer Arbeit: Die Lücke zwischen umsetzbaren und automatisierbaren Anforderungen sichtbar machen und Teams helfen, sie zu schließen – nicht durch Eliminierung menschlichen Urteils, sondern durch dessen präzise Eingrenzung.

Das Ziel ist nicht, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Es ist, klarer zu definieren, wo menschliches Urteil tatsächlich gebraucht wird und wo maschinelle Ausführung sicher die Verantwortung übernehmen kann.