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Decision Logs schlagen Dokumentation

Klassische Dokumentation beschreibt Zustände. Decision Logs erklären, warum diese Zustände existieren. Das ist der Unterschied zwischen Information und Wissen.

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Die meisten Entwicklungsteams haben ein Dokumentationsproblem. Aber nicht das, das sie denken.

Das Problem ist nicht zu wenig Dokumentation. Oft ist es zu viel – Seiten über Seiten, die beschreiben, wie Dinge sind, aber nie erklären, warum sie so sind.

Klassische Dokumentation ist eine Momentaufnahme. Sie beschreibt den aktuellen Zustand:

  • So funktioniert das System
  • So ist die API strukturiert
  • So ist das Team organisiert

Was fehlt: Der Kontext, der diese Entscheidungen erklärt.

Decision Logs funktionieren anders. Sie erfassen nicht Zustände, sondern Übergänge:

  • Welche Optionen hatten wir?
  • Warum haben wir diese gewählt?
  • Was haben wir dabei geopfert?
  • Unter welchen Umständen würden wir revidieren?

Der Unterschied ist fundamental.

Wenn ein neuer Entwickler fragt: “Warum nutzen wir Redux statt Zustand?”, liefert klassische Dokumentation keine Antwort. Ein Decision Log liefert genau das: Die Abwägung, die damals getroffen wurde, mit dem damaligen Wissensstand.

Das ist entscheidend für KI-Unterstützung. Ein Sprachmodell kann Dokumentation lesen und verstehen, wie etwas funktioniert. Aber ohne Decision Logs fehlt ihm der Kontext, um zu verstehen, warum – und damit die Fähigkeit, bei neuen Entscheidungen sinnvoll zu unterstützen.

Decision Logs sind die Brücke zwischen implizitem Teamwissen und explizitem Kontext, den Maschinen nutzen können.